{"id":5058,"date":"2020-10-20T14:14:25","date_gmt":"2020-10-20T12:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/kw1978.com\/news\/warum-uns-originale-besser-gefallen-copy\/"},"modified":"2020-10-20T14:44:10","modified_gmt":"2020-10-20T12:44:10","slug":"wohin-entwickelt-sich-der-historische-motorsport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wohin-entwickelt-sich-der-historische-motorsport\/","title":{"rendered":"Wohin entwickelt sich der historische Motorsport?"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; full_screen_row_position=&#8220;middle&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243; shape_divider_position=&#8220;bottom&#8220; bg_image_animation=&#8220;none&#8220;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_link_target=&#8220;_self&#8220; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;1\/1&#8243; tablet_width_inherit=&#8220;default&#8220; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220; bg_image_animation=&#8220;none&#8220;][vc_column_text]<span class=\"nectar-dropcap\" >D<\/span>er folgende Text, geschreiben von Moritz Werner, wurde in einem der f\u00fchrenden Magazine \u00fcber den historischen Motorsport Ausgabe Nummer 23 der <a href=\"https:\/\/www.automobilsport-magazin.de\/de\/automobilsport.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Automobilsport<\/a> ver\u00f6ffentlich.<\/p>\n<p>Im historischen Motorsport geht es, wie in jedem anderen Sport auch, um den Wettbewerb: besser beziehungsweise schneller zu sein als die anderen oder auch das interessantere und seltenere Fahrzeug an den Start zu bringen. Aus verschiedenen Gr\u00fcnden werden jedoch immer weniger originale Fahrzeuge eingesetzt. Warum ist das so, und wohin entwickelt sich der historische Motorsport insgesamt?<\/p>\n<p>Grob lassen sich die Teilnehmer von historischen Motorsportveranstaltungen in zwei Gruppen einteilen. In der ersten Gruppe befinden sich diejenigen, die dem Sport vor allem aus Begeisterung f\u00fcr die Historie ihrer Fahrzeuge verbunden sind. Die zweite Gruppe besteht aus Hobbyrennfahrern, die haupts\u00e4chlich Spa\u00df an einer besonders authentischen Form des Motorsports suchen. Die Mitglieder der ersten Gruppe haben den Sport durch Clubveranstaltungen schon in den 1930er Jahren ins Leben gerufen und damit die Grundlage f\u00fcr alle heutigen Events geschaffen.<\/p>\n<p>Bis vor circa 15 bis 20 Jahren geh\u00f6rten auch die meisten Teilnehmer von historischen Rennveranstaltungen der ersten Gruppe an. Vor allem auf die Originalit\u00e4t der eingesetzten Fahrzeuge wurde viel Wert gelegt, und man nutzte die Veranstaltungen, um sich mit Gleich- gesinnten auszutauschen. H\u00e4ufig galt das Motto: je spartanischer und bodenst\u00e4ndiger, desto besser. Viele Teilnehmer reisten mit dem Anh\u00e4nger oder gleich auf eigener Achse an, und zum Teil halfen Freunde bei der Vorbereitung und beim Renneinsatz der Fahrzeuge. Ich kann mich noch gut an einige Oldtimer-Grands-Prix am N\u00fcrburgring in den 90er Jahren erinnern, als ein englischer Teilnehmer allj\u00e4hrlich mit seinem Alfa Romeo 8C Monza mit montierter Anh\u00e4ngerkupplung und angeh\u00e4ngtem Wohnwagen zum Rennen anreiste und mit demselben Wagen auch beim Vorkriegslauf startete.<\/p>\n<p>Dass nicht jeder die F\u00e4higkeit besitzt, sein eigenes Fahrzeug autark einzusetzen, ist vollkommen verst\u00e4ndlich \u2013 aus Gr\u00fcnden der Sicherheit ist professionelle Unterst\u00fctzung in der Regel auch sehr sinnvoll. Allerdings hat die Professionalisierung in unserem Sport mittlerweile \u00fcberhandgenommen und damit auch einige negative Entwicklungen in Gang gesetzt.<\/p>\n<p>Wenn man sich die Vielzahl an hypermodernen Transport-Lkws anschaut, sieht es bei den heutigen historischen Rennen fast schon wie bei einem aktuellen Formel-1-Grand-Prix aus.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist es sehr positiv, dass einige Hobbyrennfahrer viel Geld in ihren Sport investieren und damit ihre Fahrzeuge auf einem sehr hohen technischen Niveau erhalten. Dennoch hat sich \u00fcber die Jahre allm\u00e4hlich auch ein falscher Ehrgeiz entwickelt, der meiner Meinung nach hauptverantwortlich ist f\u00fcr die sukzessive Reduzierung an originalen Autos bei den Veranstaltungen. Da die Federation Internationale de l\u2019Automobile (FIA) bei der Vergabe der technischen P\u00e4sse, die f\u00fcr fast alle historischen Motorsportveranstaltungen notwendig sind, nur die technische Konformit\u00e4t, nicht aber die Originalit\u00e4t pr\u00fcft, d\u00fcrfen auch diverse Nachbauten an den Rennen teilnehmen.<\/p>\n<p>Deshalb setzt die zweite Gruppe der historischen Hobbyrennfahrer haupts\u00e4chlich mehr oder weniger legal optimierte und nicht originale Fahrzeuge bei den Veranstaltungen ein. Eine milde Form dessen sind Rennautos, die als Basis eine Stra\u00dfenwagenkarosserie verwenden, wie zum Beispiel viele Ford Escorts oder Capris in der historischen Tourenwagenserie. Den- noch wird so die Performance erheblich gesteigert. Ein solches Fahrzeug kann wesentlich kompromissloser und optimierter aufgebaut werden als ein originales Rennfahrzeug. Die extremere Variante stellen reine Replikas dar, die meist von Fahrzeugen mit Gitterrohrrahmen und aufgesetzter Karosserie angefertigt werden. Auch hier ist relativ leicht zu verstehen, dass durch die vielen Optimierungsm\u00f6glichkeiten der Wettbewerb erheblich verzerrt wird. Weitreichender ist dann noch die illegale Optimierung dieser Aufbauten oder Replikas durch mehr Hubraum, modifizierte Achsgeometrien oder F\u00fcnf- statt Vierganggetriebe.<\/p>\n<p>Ein anderer Schritt, der den Sport in eine extreme Richtung getrieben hat, ist der vermehrte Einsatz von ehemaligen oder aktuellen Profirennfahrern. Zwar ist es v\u00f6llig verst\u00e4ndlich, dass einige Hobbyrennfahrer durch Lehrg\u00e4nge von Profis versuchen, schneller und sicherer unterwegs zu sein. Die Mischung der Profis und Amateure in den Rennen birgt allerdings auch ein erhebliches Risiko, da viele Amateurfahrer im historischen Sport maximal ein oder zwei Rennen im Jahr fahren und mangels Erfahrung Situationen zuweilen falsch einsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Wenn durch diese Entwicklungen die Gefahr erheblich gestiegen ist, dass die originalen Fahrzeuge besch\u00e4digt werden, warum setzen dann immer noch einige Besitzer ihre unbezahlbaren Kunstwerke auf vier R\u00e4dern diesem Risiko aus? Ich glaube, ein Gro\u00dfteil dieser Gruppe macht das, um sich damit in eine besonders spannende \u00c4ra des Motorsports zur\u00fcckzuversetzen, um die Fahrzeuge weiterhin \u00f6ffentlich in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung zu pr\u00e4sentieren und vor allem, weil ein Original dem Besitzer \u2013 im Gegensatz zum Nachbau \u2013 ein unvergleichliches Gef\u00fchl vermitteln kann. Diese Grundgedanken sind auch in den Anf\u00e4ngen des historischen Motorsports verwurzelt.<\/p>\n<p>Wie aber sieht es mit den Zuschauern aus \u2013 macht es f\u00fcr sie einen Unterschied, ob vermehrt Replikas oder Originale an den Events teilnehmen? Wenn man sich die Vermarktungsstrategien der Veranstalter anschaut, die ihre Events h\u00e4ufig mit den exorbitanten Werten der Fahrzeuge bewerben, ist das wohl ein Teil der Attraktivit\u00e4t. Nimmt jedoch der Anteil an originalen Fahrzeugen bei den Veranstaltungen stetig ab und wird die Werbestrategie irgendwann als Mogelpackung enttarnt, bleiben die wirklichen Enthusiasten unter den Zuschauern aus.<\/p>\n<p>Ein L\u00f6sungsansatz, um das Rad vielleicht zur\u00fcckzudrehen, w\u00e4re eine strikte Trennung der beiden Gruppen von historischen Motorsportlern \u2013 mit anderen Worten: Rennen nur f\u00fcr Originalfahrzeuge und Rennen nur f\u00fcr Nachbauten. Hierzu m\u00fcsste nat\u00fcrlich entsprechend die Originalit\u00e4t der Fahrzeuge hinsichtlich Historie und technischem Stand genauer durch die Veranstalter \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise leitet aber auch ein k\u00fcrzlich getroffenes Gerichtsurteil aus Italien die Kehrtwende ein. Das Gericht von Bologna entschied vorl\u00e4ufig, dass ein Ferrari GTO als Ikone der Automobilindustrie ein Kunstwerk darstellt und nicht reproduziert werden darf. Ein gerichtlicher Folgetermin ist f\u00fcr den 28. November angesetzt. Sollte das Urteil best\u00e4tigt werden, bleibt abzuwarten, was mit den vielen bestehenden Replikas dieses Typs passiert. Ein solches Fahrzeug hatte die diesj\u00e4hrige Kinrara Trophy in Goodwood gewonnen \u2013 dem gleichen Besitzer geh\u00f6rt allerdings auch das wesentlich sch\u00f6nere und sehr wahrscheinlich langsamere Original.[\/vc_column_text][vc_column_text]\n<h4>Link<\/h4>\n<i class=\"icon-tiny steadysets-icon-arrow-right accent-color\"><\/i> <a href=\"https:\/\/www.automobilsport-magazin.de\/de\/automobilsport.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.automobilsport-magazin.de\/de\/automobilsport.html<\/a>[\/vc_column_text][vc_video link=&#8220;https:\/\/youtu.be\/mKwUvNUTMzs&#8220; align=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; full_screen_row_position=&#8220;middle&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;center&#8220; top_padding=&#8220;3%&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243; shape_divider_position=&#8220;bottom&#8220; bg_image_animation=&#8220;none&#8220; shape_type=&#8220;&#8220;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_link_target=&#8220;_self&#8220; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;1\/1&#8243; tablet_width_inherit=&#8220;default&#8220; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220; bg_image_animation=&#8220;none&#8220;][nectar_btn size=&#8220;large&#8220; button_style=&#8220;see-through-2&#8243; hover_text_color_override=&#8220;#ffffff&#8220; icon_family=&#8220;default_arrow&#8220; url=&#8220;news&#8220; text=&#8220;All Articles&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; full_screen_row_position=&#8220;middle&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243; shape_divider_position=&#8220;bottom&#8220; bg_image_animation=&#8220;none&#8220;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_link_target=&#8220;_self&#8220; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;1\/1&#8243; tablet_width_inherit=&#8220;default&#8220; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220; bg_image_animation=&#8220;none&#8220;][vc_column_text]er folgende Text, geschreiben von Moritz Werner, wurde&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1876,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[8,14,21,23],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5058"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5058"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5058\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5064,"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5058\/revisions\/5064"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1876"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5058"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5058"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kw1978.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5058"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}